Gemeindenachricht

Pressemitteilung: U. a. weitere Lockerungen / Blutspende / Freibad solara


I.         DRK lädt dringend zur Blutspende in Königsfeld ein!
 
Über mehrere Wochen wurden, zur Schaffung von Personal- und Bettenkapazitäten für COVID-19 Patienten, nicht dringend erforderliche Operationen ausgesetzt. Entsprechend reduzierte sich der Blutbedarf. Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft in den vergangenen Wochen konnte die Versorgung mit Blutpräparaten sichergestellt werden. 
Seit wenigen Tagen wird die Behandlungsfrequenz und Operationstätigkeit in den Kliniken wieder hochgefahren. Folge ist eine extreme und schnelle Bedarfssteigerung. 
Da Blutprodukte nur kurzfristig haltbar sind, konnten während des Shutdowns keine langfristigen Vorräte angelegt werden.  Der DRK-Blutspendedienst bittet daher jetzt dringend um ihre Blutspende am:
 
Montag, dem 22.06.2020
von 14:30 Uhr bis 19:30 Uhr
Haus des Gastes, Sebastian-Kneipp-Weg 1
78126 Königsfeld
Nur mit Terminreservierung!

 
Flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren ist in Zeiten des Coronavirus in allen Lebensbereichen unabdingbar. Damit Abstandsregeln eingehalten werden können, ist eine effektive Steuerung des Besucherstroms erforderlich. Hierzu wurde ein Terminreservierungssysteminstalliert. Das DRK bittet Sie unter 
 
https://terminreservierung.blutspende.de/m/koenigsfeld-hdg
 
eine persönliche Terminreservierung vorzunehmen. Dieser Service führt laut DRK gleichzeitig zur Reduzierung von Wartezeiten.
 
Für Blutspender besteht kein erhöhtes Risiko, sich auf Blutspendeterminen mit dem Coronavirus anzustecken. Bereits seit geraumer Zeit werden Maßnahmen ergriffen, die eine größtmögliche Sicherheit aller Anwesenden bei den Spendeterminen gewährleisten. Hierzu zählt eine Temperaturmessung bereits am Eingang, die kontrollierte Aufforderung zur Handdesinfektion sowie die Rückstellung von Spendern, die sich in den letzten vier Wochen im Ausland aufgehalten haben oder Kontakt zu SARS-CoV-2 infizierten Menschen hatten. Blutspender erhalten bei der Blutspende eine Schutzmaske (MNS-Maske).
 
Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen oder Durchfall werden generell nicht zur Blutspende zugelassen. Bereits am Eingang wird nach diesen Symptomen gefragt und ggf. der Einlass in das Spendenlokal verwehrt.
Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft wird das Virus nicht über eine Blutspende übertragen. Deshalb wird auf den Blutspendeaktionen keine SARS-CoV-2 -Testung des gespendeten Blutes durchgeführt.
 
Wer darf Blut spenden?
Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von 12 Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!
 
Warum ist Blutspenden beim DRK so wichtig?
Blutspender sind „Lebensretter“, etwa 112 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. 
In der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich von den Blutspendediensten des Deutschen Roten Kreuzes ca. 3 Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken in Deutschland bereitgestellt. Das Deutsche Rote Kreuz sichert auf diese Weise ca. 75 Prozent der notwendigen Blutversorgung in der Bundesrepublik Deutschland, nach strengen ethischen Normen -freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich- rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. 
 
 
II.        Erhöhung der Kundenanzahl je Quadratmeter im Einzelhandel

Infolge einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes Baden-Württemberg vom 08. Juni 2020 wurde die bisherige Richtgröße von 20 Quadratmetern Fläche je Kunde im Einzelhandel mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt. Der VGH hatte bemängelt, dass diese Richtgröße nicht dem Gebot der Bestimmtheit von Normen entspreche. 
Unter Berücksichtigung, dass der aktuelle Infektionsverlauf angemessene Lockerungen der Corona-Einschränkungen erlaubt und eine Erleichterung den durch die Pandemie besonders betroffenen Einzelhandel unterstützt, haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie das Ministerium für Soziales und Integration mit Wirkung ab 09. Juni 2020 durch die nachfolgend zur Information als Anlage 1 abgedruckte Änderung der „Corona-Verordnung Einzelhandel“ im Wege einer verbindlichen Mindestfläche festgelegt, dass die Anzahl der anwesenden Personen in einem Einzelhandelsgeschäft, einschließlich der Beschäftigten, auf eine Person je 10 QuadratmeterVerkaufsfläche beschränkt wird. In Geschäften, die weniger als 20 Quadratmeter groß sind, dürfen sich einschließlich der Beschäftigten maximal zwei Personen aufhalten.

 
III.       Erweiterte Zulässigkeit des Aufenthalts im öffentlichen Raum sowie von privaten Veranstaltungen

1.        Durch die am 09. Juni 2020 notverkündete und am 10. Juni 2020 in Kraft getretene 3. Änderungsverordnung zur CoronaVO der Landesregierung, deren Geltung bis zum 30. Juni 2020 verlängert wurde, wird der Aufenthalt im öffentlichen Raum nunmehr alleine oder in einer Gruppe mit Angehörigen von bis zu zwei Haushalten oder mit bis zu zehn Personen gestattet.
2.        Ergänzend sind durch die allgemeine CoronaVO der Landesregierung weitere Lockerungen im Bereich von privaten Veranstaltungen ermöglicht worden, welche die bereits am 09. Juni 2020 in Kraft getretenen Regelungen der „CoronaVO private Veranstaltungen“ ergänzen, über die wir bereits im BürgerInfo der vergangenen Woche berichtet hatten und die private Veranstaltungen mit bis zu 99 Personen erlaubt, wenn diese in Räumen stattfinden, die zu diesem Zweck vermietet oder sonst zur Verfügung gestellt werden, z. B. in Restaurants, Eventlocations, Vereinsheimen oder Gemeindehäusern (vgl. § 1 Abs. 1 CoronaVO private Veranstaltungen).
Hiervon nicht erfasst werden jedoch private Veranstaltungen, zu denen nicht jedermann Zugang hat (= nicht-öffentlicher Raum) in der eigenen Wohnung, im eigenen Haus oder im Garten unter freiem Himmel. Hier sind nach § 3 Abs. 2 Satz 1 der allgemeinen CoronaVO nunmehr private Veranstaltungen von bis zu 20 Personen ohne weitere Voraussetzungen, d.h. auch mit Personen aus mehreren Haushalten, zugelassen.
Mehr als 20 Personen dürfen sich bei solchen privaten Veranstaltungen in der eigenen Wohnung, im eigenen Haus oder unter freiem Himmel nach § 3 Abs. 2 Satz 2 der allgemeinen CoronaVO nur dann treffen, wenn die Teilnehmer dem Angehörigen- oder Haushaltsprivileg unterfallen, d.h. in gerader Linie verwandt sind, wie z.B. Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder, Geschwister oder deren Nachkommen, oder dem eigenen Haushalt angehören, sowie deren Ehegatten oder Lebenspartner/innen.
Das Haushaltsprivileg hat in der Praxis kaum einen Anwendungsbereich, da in nahezu keinem Haushalt mehr als 20 Personen zusammenleben. Das Angehörigenprivileg umfasst die Angehörigen eines Familienstammes sowie deren Partner, nicht aber die Angehörigen dieser Partner! Folglich können z.B. bei Hochzeitsfeiern mit mehr als 20 Teilnehmern nur die Angehörigen eines Ehegatten teilnehmen, wenn die Feier nicht in den Anwendungsbereich der CoronaVO private Veranstaltungen fällt, d. h. in einem angemieteten oder sonst zur Verfügung gestellten Raum (s.o.) stattfindet.

 
IV.       Erlaubnis für Reisebusse im touristischen Verkehr ab 15. Juni 2020

Erfreulich ist zudem, dass ab 15. Juni 2020 der Betrieb von Reisebussen im touristischen Verkehr wieder erlaubt wird, da das Sozialministerium und das Verkehrsministerium gemäß § 4 Abs. 2 Nr. 8 i. V. m. Abs. 9 der allgemeinen CoronaVO durch die gemeinsame „Corona-Verordnung Reisebusse“ vom 10. Juni 2020 die einzuhaltenden Bedingungen und Anforderungen für die Wiederaufnahme des Betriebs und entsprechende Hygieneanforderungen für den touristischen Verkehr normiert haben. Die „CoronaVO Reisebusse“ ist als Anlage 2 nachfolgend abgedruckt. 

 
V.        Hygienekonzept für den Betrieb des Freibads „solara“ ab 20. Juni 2020

Entsprechend den Vorgaben der „CoronaVO Sportstätten“ hat die Verwaltung das nachfolgend zur allgemeinen Information als Anlage 3 abgedruckte Hygiene- und Betriebskonzept für das Freibad „solara“ sowie eine geänderte Badeordnung (Anlage 4) erarbeitet, welche vom zuständigen Ausschuss für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales am 17. Juni 2020 verabschiedet wurden.

1.        Neben einem online-Reservierungssystem, welches zur Steuerung der Besucherzahlen und damit zur Vermeidung von Warteschlangen sowie zur Erfassung der notwendigen Daten über die Homepage der Gemeinde (www.koenigsfeld.de) oder durch Anmeldung im BürgerService/TouristInfo (Rathausstraße 9) zu nutzen ist, werden ab Samstag, 20. Juni 2020 bis voraussichtlich 20. September 2020 täglich drei Badezeitfenster für jeweils 300 Besucher/innen zu je drei Stunden Dauer ( 10 Uhr bis 13 Uhr/ 13 Uhr 30 bis 16 Uhr 30 und 17 Uhr bis 20 Uhr) mit anschließendem halbstündigem Wechsel- und Reinigungs-/Desinfektionsintervall angeboten. Der Einlass in das Freibad beginnt bereits ab 9.45 Uhr, so dass die erste Schwimmzeit (vgl. nachfolgende Ziffer 3) auch genutzt werden kann.

2.        Während der Zugang zum Freibad über den bekannten Haupteingang erfolgt, wird der Ausgang im Interesse der Vermeidung von Gedränge über das Tor im Bereich des alten Technikgebäudeserfolgen.

3.        Während der jeweiligen Badezeitfenster werden jeweils sechs je halbstündige Schwimmzeitenstattfinden, in denen jeweils 100 Personen das Schwimmbecken nach Zugangskontrolle anhand eines an der Kasse ausgegebenen Farbbandes benutzen dürfen. 

4.        Auf der Liegewiese sind die Liegeflächen unter Einhaltung des vorgegebenen Abstandes ausgepflockt. Aus hygienischen Gründen bleiben die Sammelumkleide-Räume sowie die Warmduschen geschlossen, während die Einzelumkleidekabinen sowie die Toilettenanlagen unter strikten Zutritts- und Hygienevorgaben mit entsprechenden Zusatzreinigungsintervallen genutzt werden können.

5.        Der Betrieb des Freibadkiosks richtet sich nach den Vorgaben der CoronaVO Gaststätten unter Einhaltung der üblichen Abstands- und Hygienevorgaben.

6.        Um möglichst vielen unterschiedlichen Besucher/innen eine Nutzung des Freibades zu ermöglichen, bitten wir um Verständnis dafür, dass es in der verkürzten Corona-Saison 2020 leider keine Saison- bzw. Zehnerkarten geben kann, sondern jeweils nur über online-Reservierung zu buchende Einzelkarten je Badezeitfenster zu folgenden, den coronabedingt deutlich erhöhten Sach- und Personalaufwand berücksichtigten Preisen: Erwachsene: 3,50 €/ Kinder: 2 €/ Gäste mit Kurkarte: 2,50 €.
 
Trotz der naturgemäß in Corona-Zeiten nur eingeschränkt und mit hohem Aufwand möglichen Nutzung des Freibades freuen wir uns, diese Freizeiteinrichtung für unsere Einwohner/innen und Gäste in den vor uns liegenden Sommermonaten öffnen zu können! Ein reibungsloser Betrieb ist jedoch nur dann möglich, wenn alle Badbesucher/innen sich mit der unverzichtbaren Eigenverantwortung und Solidarität an die im Interesse des Gesundheitsschutzes erlassenen Vorgaben halten. Bei Zuwiderhandlungen bleiben Sanktionen, z. B. Hausverbot, nach Maßgabe der Badeordnung ausdrücklich vorbehalten!
 
Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund!
 
Ihr
Fritz Link
Bürgermeister


Anlagen zum Download:

Anlage 1: Verordnung des Wirtschaftsministeriums und des Sozialministeriums zur Eindämmung von Übertragungen des Corona-Virus (SARS-Cov2) in Einzelhandelsbetrieben (Corona-Verordnung Einzelhandel – CoronaVO Einzelhandel) vVom 3. Mai 2020 (in der ab 9. Juni 2020 geltenden Fassung)

Anlage 2: Verordnung des Sozialministeriums und des Verkehrsministeriums zur Eindämmung von Übertragungen des Corona-Virus (SARS-CoV-2) in Reisebussen (Corona-Verordnung Reisebusse – CoronaVO Reisebusse) vom 10. Juni 2020

Anlage 3: Hygiene- und Betriebskonzept für das Freibad „solara“ 

Anlage 4: Erweiterung der Haus und Badeordnung für das Freibad "solara"

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