Gemeindenachricht

Schwarzwald-Baar-Kreis organisiert Ukraine-Hilfe für Geflüchtete


Der Leiter des Kreissozialamtes, Jan Hauser, hat die Koordinierung übernommen. Er berichtet über die aktuelle Lage, dass nach Aussagen zahlreicher Medien mittelfristig vier bis fünf Millionen Flüchtlinge die Ukraine verlassen. Die EU-Kommission gehe sogar von acht Millionen Flüchtlingen aus. Aufgrund dieser Zahlen gehe er davon aus, dass der Schwarzwald-Baar-Kreis rund 2.600 Personen aufnehmen müsse.

Als eine erste Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine richtete der Schwarzwald-Baar-Kreis gemeinsam mit den Großen Kreisstädten Villingen-Schwenningen und Donaueschingen eine Zentrale Aufnahmestelle in der Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule in VS-Villingen ein. Hier können alle wichtigen Behördenschritte zusammengefasst werden. Die Zentrale Aufnahmestelle ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 14 Uhr geöffnet.

Dabei können sich geflüchtete Personen aus der Ukraine, die in Villingen-Schwenningen und dem Kreisgebiet untergebracht sind zu den genannten Zeiten registrieren. Personen, die in Donaueschingen untergebracht sind, können sich am Montag, Mittwoch und am Freitag registrieren lassen.

In der Zentralen Aufnahmestelle wurde eine Registrierstraße organisiert, in der alles Notwendige für den Aufenthalt der Geflüchteten erfasst wird und mehrere Behörden zusammenarbeiten. Die Ausländerbehörden leiten das Verfahren ein, um einen Aufenthaltstitel erteilen zu können. Die untere Aufnahmebehörde meldet die Geflüchteten an das Regierungspräsidium Karlsruhe, um die sogenannte „vorläufige Unterbringung“ festzustellen. Wenn noch keine Unterkunft in einer Gemeinde vorhanden ist, erhalten die Personen einen Unterkunftsplatz. Die vorläufige Unterbringung ist wiederum für die Kostenerstattung des Landes an den Landkreis ausschlaggebend und für die darauffolgende Anschlussunterbringung in den Städten und Gemeinden. Weiter wird in der Registrierungsstraße der Antrag für finanzielle Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz gestellt.

Für geflüchtete Menschen hält der Schwarzwald-Baar-Kreis Gemeinschaftsunterkünfte bereit, die derzeit mit Hochdruck erweitert werden. Aktuell gibt es Unterkünfte in der Sturmbühlstraße (144 Plätze) und in der Alleenstraße (93 Plätze) in VS-Schwenningen, in der Bahnhofstraße in St. Georgen (42 Plätze), in der Emil-Rehmannstraße (30 Plätze), Käferstraße (69 Plätze) und Friedhofstraße (24 Plätze) in Donaueschingen sowie in der Schaffhauser Straße (80 Plätze) in Blumberg. Kurzfristig wurden in den ehemaligen Mediclin-Pflegeheimen in Donaueschingen (145 Plätze) und in Königsfeld (120 Plätze) zusätzliche Unterkünfte gewonnen. Insgesamt stehen somit 747 Plätze zur Verfügung. Der Landkreis ist mit Hochdruck damit beschäftigt, weitere Unterkünfte zu schaffen. So soll eine weitere Gemeinschaftsunterkunft mit voraussichtlich 450 Plätzen in dem ehemaligen Alten- und Pflegeheim Heilig-Geist in VS-Villingen geschaffen werden.

Gefordert sind auch die Städte und Gemeinden im Landkreis. Nach einem Verteilungsschlüssel kommen die geflüchteten Menschen dann in der Anschlussunterbringung in den zugewiesenen Städten und Gemeinden unter.

Eine Herausforderung ist die Flüchtlingsaufnahme für den Landkreis auch in der Jugendhilfe. Einzelne unbegleitete Minderjährige sind im Kreis bereits angekommen, sowie Gruppen von Waisenkindern mit ihren Betreuenden. Dies wird sicherlich weiter zunehmen in den kommenden Wochen. „Auch begleitete Minderjährige benötigen verschiedene Hilfen. Unter anderem sind viele Kinder und Jugendlichen traumatisiert, so dass zeitnah unterstützt werden muss“, berichtet die Leiterin des Kreisjugendamtes, Silke Zube.

Weitere Infos gibt es auf www.lrasbk.de/ukrainehilfe.de . Wer finanziell spenden möchte, kann dies über das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen – Aktion Deutschland hilft: www.aktion-deutschland-hilft.de oder direkt auf das Spendenkonto: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Empfänger: Aktion Deutschland hilft) unter der Angabe „Nothilfe Ukraine“.


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