LED-Netzwerk

Erfolgsgeschichte LED-Netzwerk Schwarzwald: Königsfeld im Schwarzwald wird zur „LED-City“.

Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung durch LED-Leuchten

Der Kurort Königsfeld ist eine von vier Kommunen im Verbund „LED-Netzwerk Schwarzwald“. Weitere Partner sind die Gemeinde Mönchweiler, die Stadt St. Georgen und die Stadt Villingen-Schwenningen. Das LED-Netzwerk Schwarzwald gehört zu den Preisträgern des im Jahr 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Wettbewerbs “Kommunen in neuem Licht”. Mit der Förderung in Höhe von je zwei Millionen Euro wurden zehn ausgewählte Projekte unterstützt, um die veraltete Stadtbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umzurüsten. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung LED-basierter Beleuchtungskonzepte für typische Straßen- und Platzsituationen, die sich auch auf andere Städte und Gemeinden übertragen lassen.

Der großflächige Einsatz der LED-Beleuchtung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Beleuchtungsspezialisten Hess, der in Schwenningen ansässigen Firma Waldmann, der EGT Triberg und den Stadtwerken Villingen-Schwenningen. Die wissenschaftliche Begleitung der einzelnen Maßnahmen hat die Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Furtwangen University (HFU) unter der Leitung der Abteilung für Lichttechnik der Technischen Universität Darmstadt übernommen. Parallel dazu fanden vor Ort repräsentative Bürgerbefragungen zur neuen LED-Beleuchtung statt.

Leuchtturmprojekt mit hohem Demonstrationswert

Die Kur- und Tourismusdestination Königsfeld hat die komplette Außenbeleuchtung im Kernort auf LED umgestellt und wurde so zur „LED-City“. Ein Teil der alten Masten wurde dabei wieder verwendet, lediglich die Leuchtenköpfe wurden ausgetauscht.

Da Königsfeld fast alle typischen Beleuchtungssituationen vieler deutscher Gemeinden besitzt (historischer Ortskern/Platz, repräsentativer Straßenraum, Wohngebiet, Sammelstraßen, Durchfahrtsstraßen, Wegebeleuchtung und Anstrahlung/Architekturlicht), zeigt die Kommune heute als Best-Practice-Beispiel, dass der flächendeckende Einsatz von LED in unterschiedlichen Beleuchtungssituationen möglich ist.

Mit dem umgesetzten modularen LED-Konzept konnte Hess alle Beleuchtungssituationen abdecken und zudem das vielfältige, im Einsatz befindliche und akzeptierte Leuchtendesign unterstützen.

Neue Leuchten harmonieren perfekt mit der jeweiligen Umgebung

Die Gemeindeverwaltung entschied sich für neutralweiße LEDs in den Wohn- und Geschäftsgebieten sowie für kaltweiße LEDs in den Ausfallstraßen. Auf dem städtebaulich im Rahmen eines Sanierungsprogramms neu gestalteten Rathausplatz im Ortszentrum von Königsfeld wiesen die veralteten Bestandsleuchten eine unzureichende Lichtverteilung mit entsprechend ungünstiger Schattenbildung auf. Hier entschloss sich die Gemeindeverwaltung, komplett neue Mastleuchten des Typs „City Elements“ zu installieren, um durch Anpassung von Lichtpunkthöhe und Lichtstärke eine gleichmäßige Lichtverteilung ohne Dunkelzonen und Blendeffekte zu erzielen.

In der Luisenstraße und Mönchweilerstraße wurden 9 Bestandsleuchten mit einer Systemleistung von circa 138 W je Leuchte durch 9 Hess-Leuchten des Typs SERA LED mit dem CLU TECH‐Modul und einer Systemleistung von circa 50 W je Leuchte ersetzt. Dieses ausgereifte LED-Modul zeichnet sich vor allem durch seine einfache Wartung aus: Da LEDs und Linsenoptik unabhängig voneinander sind, können auch LEDs künftiger Generationen ohne negative Auswirkung auf die Lichtwirkung eingebaut werden.

In der repräsentativen Friedrichstraße sowie den Sammel‐ und Wohnstraßen wurden 263 vorhandene Pilz- und Kugelleuchten mit einer theoretischen Systemleistung von circa 94 W je Leuchte durch 261 Leuchten des Typs RESIDENZA LED mit LEVO‐Modul und einer Systemleistung von circa 37 W je Leuchte ersetzt. Bis auf zwei Leuchten wurden die alten Masten wieder verwendet.

Der flächendeckende Einsatz der LED-Leuchten im gesamten Wohngebiet gewährleistet eine gleichmäßige Ausleuchtung der Straßen und Fußgängerwege bei hoher Beleuchtungsqualität. Passanten und Verkehrsteilnehmer fühlen sich sicher, wenn sie bei Dunkelheit unterwegs sind.

Zinzendorfplatz und Kurpark leuchten auf.

Auf dem als Ensemble denkmalgeschützten Zinzendorfplatz im historischen Zentrum Königsfelds wurden 14 bestehende Leuchten mit einer Systemleistung von circa 80 W je Leuchte durch Hess-Leuchten des Typs ALT BERLIN mit  einer Systemleistung von circa 53 W je Leuchte ersetzt. Ihr historisches Design harmoniert perfekt mit der denkmalgeschützten Umgebung. Präsentierte sich der Platz aufgrund der ungenügenden Ausleuchtung vor kurzem noch mit vielen dunklen Stellen, so sind die Schattenzonen inzwischen vollständig verschwunden. Das ausgewogene weiße LED-Licht wirkt einladend auf die Besucher und sorgt für ein hohes Sicherheitsgefühl.

Im Kurpark wurde die bestehende Beleuchtung als Ergebnis eines neuen Illuminations-Konzeptes deutlich erweitert: 66 Poller des Typs TARO LED ersetzen heute die ehemals 38 Kugelleuchten und sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Gehwege während der Abend- und Nachtstunden. Zudem wurden durch mehrere Bodenstrahler prägende Naturelemente in Form von Baumgruppen akzentuiert und hierdurch eine deutliche Verbesserung der atmosphärischen Aufenthaltsqualität erreicht. 

56,6 Prozent Energieeinsparung

Durch die Umrüstung von konventioneller Bestückung auf LED reduziert sich der jährliche Energiebedarf in Königsfeld von circa 86.889 kWh auf etwa 37.747 kWh.
Dadurch konnte die Gemeinde eine Energieeinsparung von 56,6 Prozent erreichen.
Das sind umgerechnet 27,3 Tonnen CO2 pro Jahr.

Ergebnisse der Bürgerbefragung

Parallel zu den lichttechnischen Messungen hat die Hochschule Furtwangen in den beteiligten Netzwerkgemeinden auch Bürgerbefragungen (direkte Befragung, Online-Befragung, Briefsendung) zur neuen LED-Beleuchtung durchgeführt. Dabei wurden persönliche Eindrücke zu den Bewertungskriterien Helligkeit, Blendung, Sicherheits-empfinden sowie zum Einklang zwischen den neuen LED-Leuchten und der Beleuchtungssituation erfragt.

Die Auswertung der Bürgerbefragungen durch den wissenschaftlichen Partner hat zusammenfassend ergeben, dass die neue Beleuchtung in der Bevölkerung insgesamt positiver wahrgenommen wird als die alte und bereits eine breite Akzeptanz erfährt.

Die alte Beleuchtung wurde von 58 Prozent der Befragten als zu dunkel oder viel zu dunkel bewertet. Mit der neuen LED-Beleuchtung ist ein Großteil der Befragten (69 Prozent) der Meinung, dass die Helligkeit optimal ist. Über 75 Prozent der Befragten finden, dass die neue Beleuchtung zur Situation passt, das ist eine Steigerung von knapp 38 Prozent gegenüber der bisherigen Situation.

Bei der Frage nach der Blendung der alten und neuen Beleuchtung fühlten sich lediglich 7 Prozent der Befragten durch die neue Beleuchtung geblendet. Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, nicht geblendet zu werden.

Weiterhin wurde die Frage nach der Erkennbarkeit von Farben unter der alten und neuen Beleuchtung gestellt. Auch hier gab es eine deutliche Veränderung der Einschätzung. Mit der neuen LED-Beleuchtung kommen über 70 Prozent der Befragten zum Ergebnis, Farben gut bis sehr gut erkennen zu können.

Das deutlich bessere Lichtniveau wirkt sich auch auf das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung aus: 70 Prozent der Befragten bestätigten ein sehr hohes Sicherheits-gefühl, wenn sie bei Dunkelheit unterwegs sind. Im Vergleich zur alten Anlage bedeutet dies eine Steigerung von 42 Prozent.

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Fritz Link
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