Geistige Nothilfe Königsfeld e. V.
Königsfeld
Die Geistige Nothilfe Königsfeld e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Kunst und Wissenschaft mit Sitz im Kurort Königsfeld im Schwarzwald. Seit ihrer Gründung im Jahr 1924 durch Dr. med. August Heisler – in enger Verbindung mit dem großen Humanisten Albert Schweitzer – widmet sich die Geistige Nothilfe der kulturellen Bereicherung der Region. Aus einer privaten Initiative zur Unterstützung von Künstlern in schwierigen Zeiten hat sich über die Jahrzehnte eine anerkannte Plattform für hochkarätige musikalische Veranstaltungen entwickelt.
Herzstück der Vereinsarbeit ist die renommierte Kammermusikreihe der „Königsfelder Samstagskonzerte“, die im historischen Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine stattfindet. Hier erleben Musikfreunde Begegnungen mit internationalen Künstlern und außergewöhnlichen Interpretationen – oft mit Werken von Mozart, Haydn, Schubert und vielen anderen Meistern der klassischen Musik.
Die Geistige Nothilfe versteht sich nicht nur als Konzertveranstalter, sondern als Brücke zwischen Kunstschaffenden und einem aufgeschlossenen Publikum. Dabei stehen Authentizität, musikalische Tiefe und die unmittelbare Begegnung mit den Künstlern im Mittelpunkt.
In einer Zeit zunehmender Digitalisierung und Vereinzelung bietet der Verein ein echtes Live-Erlebnis mit hoher künstlerischer Qualität und sozialer Verbundenheit. Ob als Mitglied, Konzertbesucher oder Förderer – jeder Beitrag zur Geistigen Nothilfe unterstützt das lebendige Fortbestehen einer traditionsreichen und zugleich modernen Kulturinitiative.
Das Jahresprogramm als PDF zum Download finden Sie hier:
Den Überblick über die letzten 50 Jahre finden Sie hier als PDF zum Download:
Geistige Nothilfe Königsfeld 50 Jahre - ein kurzer Überblick (PDF)
Die Künstlerliste als PDF finden Sie hier zum Download:
Die Geistige Nothilfe Königsfeld e.V. wurde 1924 mit Unterstützung von Dr. med. Albert Schweitzer, der gerade seinen Wohnsitz in Königsfeld bezogen hatte, von dem Königsfelder Arzt Dr. med. August Heisler gegründet. Damals war der Schwarzwald noch kulturelles Notstandsgebiet und durch die Folgen des ersten Weltkrieges ging es auch den Künstlern wirtschaftlich schlecht. Dies wirkte sich bei der Namensgebung aus.
Der Gründer formulierte es so:
„Unsere Not ist zwiefacher Art. Wir hungern nach Kunst und die Künstler hungern nach Brot. Darum lasst uns als Parallele zur Technischen Nothilfe (heute Technisches Hilfswerk) eine Geistige Nothilfe einrichten.“
Sein Sohn, Dr. med. Wyldbore Heisler, wandelte diese Privatinitiative 1976 in einen gemeinnützigen Verein gleichen Namens um. Er wird seitdem vorwiegend von Königsfelder Bürgern getragen. Die einstmals bunte Palette des Veranstaltungsprogramms mit Konzerten, Vorträgen, Autorenlesungen und Theater hat sich im Zeitalter des Fernsehens auf die Musik konzentriert.
Es hat sich daraus eine renommierte Kammermusikreihe mit Beteiligung vieler namhafter Künstler entwickelt. Klingende Namen historischer Größen wie Edwin Fischer, Wilhelm Kempff, Narcisco Yepes, Boris Pergamentschikov sind eng verknüpft mit der Geschichte der Geistigen Nothilfe.
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