Digitale Hilfe für Senioren - Internet goes Ländle

Die neuen Medien gehören inzwischen fest zum Alltag – auch für viele unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Doch gerade der Einstieg fällt oft nicht leicht: Ein neues Tablet, ein Laptop oder Smartphone ist schnell gekauft, aber wie funktioniert das alles genau?

Hier hilft die Initiative „Internet goes Ländle“ – mit kostenfreien Kursen und ganz viel Geduld.

Unsere ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainer nehmen sich bei regelmäßigen Treffen viel Zeit, um den Umgang mit PC, Internet und Smartphone zu erklären. Ob E-Mails schreiben, Fotos verschicken, Online-Banking, WhatsApp oder Internetsuche – Schritt für Schritt lernen Sie alles Wichtige und bekommen hilfreiche Tipps und Tricks für den digitalen Alltag.

Gut zu wissen

Das Angebot richtet sich speziell an Menschen der Generation 60+ – ganz ohne Vorkenntnisse.
Die Treffen finden alle zwei Wochen mittwochs in den ungeraden Kalenderwochen statt.
Gelernt wird in einer freundlichen, verständnisvollen Atmosphäre – ganz nach dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.

Ansprechpartner

Herr Wolfgang Benischek
E-Mail: wbkfseminar(at)gmail.com
Telefon: 07725 9175815
Mobil: 0176 57714715

Die demographische Entwicklung, die sich gegenwärtig in Deutschland abzeichnet, zeigt unter anderem eine zunehmende Überalterung der Bevölkerung infolge sinkender Geburtenzahlen, eine Erhöhung der Lebenserwartung und eine starke Zunahme der über 60-jährigen in unserem Lande ist die Folge. Diskussionen auf verschiedenen Ebenen (Politik, Wirtschaft), in Publikationen, usw. weisen auf ein steigendes Interesse der Wirtschaft an der älteren Generation hin. Es zeichnet sich ab, dass der „60+ Generation“ in Zukunft eine zunehmende Bedeutung zukommen wird. Trotz der Vielfalt an Aktivitäten gibt es einen Bereich, der vielen älteren Menschen fremd ist, bisher nur wenig „erschlossen“ wurde, das Internet. In einer Gesellschaft, in der Kommunikation und Information untrennbar mit dem Internet verbunden sind - nur ein geringer Prozentsatz der Senioren ist ,online" - klafft eine große Lücke zwischen den Generationen.

Vielen älteren Menschen fällt der Einstieg in das weltweite Netz schwer, weil sie das Gefühl haben, die auftretenden Hemmnisse und Barrieren nicht überwinden zu können. Die Älteren in unserer Gesellschaft hatten meist während ihrer beruflichen Tätigkeit noch keine oder nur wenig praktische Berührungspunkte mit dem Computer. Aus diesem Grund ist ihnen oft der persönliche Vorteil oder die Notwendigkeit der Internetnutzung nicht bekannt. Ängstlichkeit gegenüber neuen Technologien sowie mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten führen schnell zu Abwehrhaltungen gegenüber den neuen technischen Möglichkeiten (“brauch' ich nicht, bin auch bisher ohne ausgekommen“ „ist mir zu kompliziert“). Auch die vorhandenen, nur teilweise seniorentauglichen Bildungsmaßnahmen /-Angebote, erschweren den Zugang für die 60+ Generation.

Langfristig wird das Fehlen von Medienkompetenz jedoch zum Ausschluss aus der Informationsgesellschaft führen, da der Zugang zu vielen Informationsquellen, die das Internet bietet, nicht möglich ist und auch moderne Kommunikationsformen wie zum Beispiel E-Mail, Internet Bild-Telefonie etc. nicht genutzt werden können. Um einen Ausschluss der älteren Bevölkerungsgruppe aus der modernen Informationsgesellschaft zu vermeiden, sind die Förderung von Kenntnissen und der aktive Umgang mit PC und Internet unumgänglich. Eine Möglichkeit hierzu sind die neu ins Leben gerufenen Senioren-lnternet-lnitiativen "Internet goes Ländle", die gesellschaftliche Teilhabe von älteren Bürgerinnen und Bürgern sichern können, indem sie öffentliche Zugangsmöglichkeiten bieten und Medienkompetenz fördern.

Die sogenannte „Senior-Internet-Initiative“ (SII), welche im Rahmen des in Baden-Württemberg gegründeten Projektes ,,Internet goes Ländle“ installiert wurde, hat zum Ziel, ältere Bürgerinnen und Bürgern zu gewinnen, die bereit sind, SII`s aufzubauen und interessierten Generation 60+ umfassende, praktische Hilfestellung in Form von regelmäßigen offenen Treffen, thematischen Lehrangeboten, Schnupperkursen oder Stammtischen zu geben. Gemeinsam ist allen, dass „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet wird.

In Königsfeld wurde diese Herausforderung angenommen. Dank des Engagements von fünf Bürger/innen – die nur zum Teil professionell in diesem Metier tätig waren - und sich uneigennützig zur Verfügung gestellt haben, wurde das SII-Konzept in der Gemeinde als Teil des ehrenamtlichen Netzwerkes „BürgerAktiv – miteinander – füreinander“ umgesetzt .

Information als PDF herunterladen: Entstehungsgeschichte Internet goes Ländle (PDF)